Der Mode-Gucker
Der Mode-Gucker

Modische Arbeitsschutzbekleidung ein Ding der Unmöglichkeit?

Arbeitsschutz und Mode am Krankenbett

arbeitsschutzkleidung
© CIS / pixelio.de
Wenn es um das Thema Arbeitsschutz geht, meint man vielleicht, dass Mode damit nichts zu tun hat. Logischerweise stehen am Arbeitsplatz Schutz und Sicherheit im Vordergrund. Krankenschwestern mögen zwar in manchen Arztserien in ihren engen Kitteln ziemlich sexy aussehen, wirklich gut arbeiten, lässt sich mit solcher Kleidung sicher nicht. Im medizinischen Bereich, wo es auf schnelle Reaktionen und Fürsorge ankommt, steht der Modefaktor möglicherweise erst an zweiter Stelle. Eine Krankenschwester muss sich wohlfühlen, gut bewegen können. Sie braucht Taschen in ihrer Kleidung, um einen Stift oder eine Pulsuhr unterzubringen. Zum Glück sind trotzdem die Zeiten vorbei, wo das Einheitsweiß die Flure der Krankenhäuser prägte. Nun darf es gerne auch einmal ein farbiges Poloshirt sein, mit dem das Personal an das Krankenbett tritt. Vor allem auf Kinderstationen geht es schon viel bunter zu, als das noch vor Jahren der Fall war. Keine Frage, die Krankenschwester, der Arzt, das Pflegepersonal, sie alle tragen diese Arbeitskleidung auch aus hygienischen Gründen. Die Strapazierfähigkeit des Materials ist deshalb ein wichtiges Kriterium. Und irgendwie vermittelt der Arztkittel auch heute noch einen gewissen Respekt. Daher ist er allein als Statussymbol nicht aus den Krankenhäusern wegzudenken.

Arbeitsschutzkleidung und ihr vorrangiger Zweck

Mode und Arbeitsschutz gehen diese beiden Aspekte überhaupt zusammen? In vielen Berufen ist Arbeitsschutzkleidung gefordert. Ein Laborkittel bleibt wohl immer ein Laborkittel. Mit High Heels macht man auf der Baustelle keine gute Figur. Gummistiefel oder Arbeitsschutzschuhe sind vorteilhafter, allein wegen der Verletzungsgefahr. Trotzdem geben sich die Modedesigner im Bereich Arbeitskleidung durchaus Mühe, mit der Zeit zu gehen. So manche Outdoorjacke wäre auch im privaten Bereich ein Hingucker und ist noch dazu wetterfest und warm. Wer stolz ist auf seinen Beruf, trägt seine Arbeitskleidung zudem ohnehin gern. Ein Feuerwehrmann genießt in der Bevölkerung ein hohes Ansehen und ist mit seiner Kleidung nicht nur vor Gefahren geschützt, sondern sieht auch adrett aus. Ob Arbeitskleidung modisch sein kann, davon kann man sich in speziellen Berufsbekleidungsgeschäften oder Onlineshops selbst ein Bild machen. Regionale Geschäfte, die sich beispielsweise mit Arbeitsschutz in Stuttgart beschäftigen, bieten zudem Gelegenheit zur Anprobe.

Arbeitsschutz gesetzlich geregelt

Nicht in jedem Beruf sind die Arbeitsschutzanforderungen gleich hoch. Dementsprechend zwingend sind die Bestimmungen, was das Tragen der Arbeitsschutzkleidung betrifft. Zum Teil ist sie nur bei bestimmten Tätigkeiten zu tragen. In vielen Arbeitsbereichen sei es im Forst, auf dem Bau, im Labor oder in bestimmten Produktionsgebieten schreiben Arbeitsschutzbestimmungen die Arbeitsschutzkleidung vor. In der Regel weiß man dies, bevor man einen derartigen Beruf ergreift. Sollte man sich also mit Schutzkittel, Handschuh und Schutzbrille generell nicht anfreunden können, könnte man den falschen Beruf gewählt haben.

Mode als sekundärer Aspekt

Fazit, Bauarbeiter, Forstarbeiter oder Menschen, die in ähnlichen Berufen arbeiten und bei Wind und Wetter draußen sind, werden wahrscheinlich erst in zweiter Linie die Frage nach der Mode stellen. Wenn es eiskalt ist, stürmt und schneit, kommt es vor allem darauf an, wie resistent das Material einer Jacke gegen die Wetterkapriolen ist. Schließlich geht es nicht darum einen Schönheitswettbewerb zu gewinnen, sondern ungestört seiner Arbeit nachgehen zu können. Deswegen schlägt wahrscheinlich bei der Arbeitsschutzbekleidung die Funktionalität den Modefaktor.

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